Das liebe Geld

Eigenes Aquarell
Noch gestern kam der Lohn in bar,
ein Schein, ne Mark, ein Pfennig sogar.
Man zählte Münzen, ganz exakt
und hat sie unterm Kissen verpackt.
Man sparte brav für's Eigenheim,
und kaufte noch nicht online ein.
Ein Sparbuch lag im Schrank versteckt,
die Zinsen kamen – ganz korrekt.
Heut ist Geld kaum noch zu sehen,
für ältre Menschen schwer zu verstehen.
Ein Klick – und schon ist's ausgegeben,
schnelllebig, wie das ganze Leben.
Die Bank hat sich ins Netz verzogen,
das Sparschwein lange ausgestorben.
Man zahlt mit Apps oder der Master
und wundert sich: wo ist der Zaster?