Gier
Das Maul weit offen, das Besteck in der Hand,
so reist sie umher, in Stadt und in Land.
Ist es Hunger, Durst, oder eher ein Zwang?
Die Gier rafft zusammen, mit krankhaftem Drang.
Sie kennt kein Maß und kein "Schon genug",
will immer mehr und hält sich für klug.
Ein Goldstück noch, ein Thron, ein Land -
sie kennt keine Skrupel, kein Hirn und Verstand.
Und wer ihr folgt, verliert sich bald,
wird reich an Glanz, doch innen kalt.
Denn Gier ist wie ein tiefer Schlund,
sie schluckt Verstand - ist ungesund.