In der Ruhe liegt die Kraft
ein Flüstern, das die Stille sanft betört,
der Ruf einer Eule, der keinen Menschen stört.
Ein Tropfen fällt, ein Zweig sich bewegt -
kein Lärm, der die Gemüter erregt.
Die Welt atmet leise, wenn der neue Tag erwacht,
weht lautlos fort, die Dunkelheit der Nacht.
Im Lauf des Tages kommt nicht nur Licht,
nein, auch ein Dröhnen, das die Stille bricht.
Motoren kreischen, Stimmen flieh'n,
die Menschen taumeln mittendrin.
Die Stadt pulsiert in lauten Tönen,
schrill, penetrant, oft auch mit Tränen.
Kein Raum, um sich zurückzulehnen,
die Stille ists, die wir ersehnen.
Hupen, Rufen, Türenknall,
der Tag ist laut — scheints überall.
Der Lärm regt auf, macht aggressiv,
und viele Menschen depressiv.
Doch wenn der Tag zu Bette geht,
die Stille in Bereitschaft steht.
Halt sie nicht auf, begrüß sie schnell,
sie ist ein lebenswichtger Quell.