Wer andern eine Grube gräbt
Es grübelt einst ein böser Mann,
wie er wem andren schaden kann.
Mit Spaten, List und finstrem Sinn
gräbt er vorm Haus ne Grube hin.
Er lacht gemein und freut sich doll,
der andre sich recht weh tun soll.
Doch was er dabei nicht bedacht
er hat das Loch sehr breit gemacht.
Ein Schritt zu viel, er verliert den Halt,
ein dumpfer Schlag, als er aufknallt
Er stürzt hinab ins eigne Loch,
das steil und einen Meter hoch.
Die Erde schweigt, er ist allein
in Dunkelheit und seiner Pein.
Denn wer den andren Fallen stellt
oft in die eigne Grube fällt.